(vb) – Das Rauchverbot wird auch auf Bars, Kneipen und Diskotheken ausgedehnt. Das gab Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo auf eine Anfrage am Mittwoch in der Chamber bekannt. Der so genannte "Plan Tabac" sieht einen weitgehenden Nichtraucherschutz vor, etwa wie in Frankreich oder Irland.
Vor einer Woche hatten entsprechende Äußerungen des Gesundheitsministers für Aufregung gesorgt. Gesundheitsorganisationen wie zum Beispiel die "Fondation luxembourgeoise contre le cancer" begrüßten das Vorhaben, ADR und Horesca-Verbände liefen dagegen Sturm. Es war aber nicht klar, ob der Minister seine persönliche Meinung vertreten oder von einem Gesetzesprojekt gesprochen habe.
In der Chamber stellte Di Bartolomeo klar: Der "Plan Tabac" soll in dieser Legislaturperiode in geltendes Recht umgesetzt werden. Damit wäre dann das Rauchen in allen Gaststätten, auch in Cafés und Diskotheken verboten. Er verwies auf das Koalitionsabkommen zwischen CSV und LSAP, dass diese Maßnahme vorsieht.
Bei der Einführung des Antitabak-Gesetzes im Jahre 2006 waren diese Betriebe noch vom Rauchverbot ausgenommen. Nur Speiserestaurants müssen ihren Gästen den Tabakgenuss verbieten, außer wenn sie über spezielle Raucherräume verfügen.
In einer Zwischenbilanz drei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes zog Di Bartolomeo eine positive Bilanz. Viele Menschen hätten das Rauchen aufgegeben. Während 2003 ein Drittel der Bevölkerung regelmäßig zur Zigarette griff, sind es in diesem Jahr nur noch 24 Prozent. Auch der Anteil der täglichen Raucher ging von 28 Prozent auf 19 Prozent zurück.
"Dies ist mehreren Faktoren zu verdanken: der öffentlichen Diskussion, dem Anti-Tabak-Gesetz, aber auch einem veränderten Lebensstil", sagte der Minister in der Abgeordnetenkammer. Er wolle keine Verbote "von oben herab" erlassen, sondern setze auf positive Anreize.
Der Grünen-Abgeordnete Jean Huss, der die Anfrage gestellt hatte, machte auf die schädlichen Auswirkungen des blauen Qualms aufmerksam. In Luxemburg sterben jedes Jahr nach Angaben der Fondation luxembourgeoise contre le cancer 86 Menschen an den Folgen des Passivrauchens.
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Petingen
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Jeunesse
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RFCU Lëtzebuerg
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RM Hamm Benfica
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