(jm) - Auf Antrag des ADR-Abgeordneten Fernand Kartheiser befassten sich die Abgeordneten am Mittwoch im Parlament mit der Obdachlosigkeit, für die es viele Ursachen, aber keine einfachen Lösungen gebe. Eine nationale Strategie gegen Obdachlosigkeit hatte der Premier im Mai 2011 in seiner Erklärung zur Lage der Nation angekündigt. Diese Strategie soll nun bis zum Jahresende vorliegen, darin Aufnahme finden soll der Ansatz des „Housing first“, das derzeit in den Vereinigten Staaten und in Frankreich als Alternative zu den herkömmlichen Notunterkünften erprobt wird.
Ein solches Modell könnte auch in Luxemburg erfolgversprechend sein, sagten Integrationsministerin Marie-Josée Jacobs (CSV) sowie die Abgeordneten Jean-Paul Schaaf (CSV) und Fernand Kartheiser (ADR). Quer durch die Parteien herrschte eine große Einigkeit über die Maßnahmen, die im Kampf gegen die Obdachlosigkeit ergriffen werden sollen.
So müsse zum Beispiel das Angebot an Notunterkünften landesweit erweitert werden, wofür sich unter anderem auch Xavier Bettel (DP) aussprach: „Es kann nicht angehen, dass sich das ganze Elend in einem einzigen Viertel der Hauptstadt konzentriert“, gab der Bürgermeister der Hauptstadt zu verstehen. Für eine dezentrale Lösung sprachen sich auch die Redner der übrigen Fraktionen aus, ebenso wie sie für ein flächendeckendes Angebot an Sozialwohnungen und an Sozialläden plädierten.
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