Die Luxemburger Basketballvereine können in Zukunft aller Voraussicht nach drei ausländische Spieler, egal ob US-Spieler oder EU-Ausländer, einsetzen. Dies ist das Ergebnis einer Unterredung zwischen Vertretern der FLBB und der Europäischen Kommission am 3. November in Brüssel. Wort.lu hat sich mit Carlo Kemp, Präsident des Basketballverbandes, über die geplante neue Ausländerregelung unterhalten.
„Es waren konstruktive Gespräche“, erklärte Carlo Kemp. Die Europäische Kommission habe zwar zwar klar gemacht, dass die 5-4-3-Regelung, die der FLBB vorgeschwebt hat, nicht ihr Einverständnis finden würde.
Der Basketballverband hatte zusammen mit den Vereinen anders geplant: In Zukunft sollten neben fünf „homegrown players“ (Spieler, die das Basketballspielen in luxemburgischen Vereinen erlernten), mindestens vier für die Nationalmannschaft Spielberechtigte sowie maximal drei ausländische Verstärkungen (US-Spieler oder EU-Ausländer) auf dem Spielbogen stehen.
Die Vertreter der EU-Kommission haben Angaben von Kemp zufolge gegenüber der FLBB erklärt, dass sie sich mit einer 9-3-Regelung anfreunden könnten. Neun „homegrown players“ müssen die Vereine laut dieser Regelung in Zukunft im Aufgebot für eine Begegnung stehen haben. Zudem erhielten sie die Möglichkeit, insgesamt drei ausländische Spieler (US-Spieler, EU-Ausländer) einzusetzen.
„Die EU-Kommission hat eingesehen, dass der luxemburgische Basketball nicht mit dem französischen oder dem deutschen Basketball zu vergleichen ist“, betonte Kemp. In beiden Ländern würden im Vergleich zu Luxemburg nämlich sehr viele teuer verpflichtete ausländische Spieler zum Einsatz kommen.
Der Präsident des Luxemburger Basketballverbandes wies darauf hin, dass die FLBB innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Mahnung der Kommission bekomme. „Diese ist mit einer gelben Karte im Fußball zu vergleichen“, unterstrich Kemp. Spätestens dann müsse die FLBB schnell an der Umsetzung der neuen Ausländerregelung arbeiten. Am 4. Dezember werden die Vereine in einer außerordentlichen Generalversammlung in der Coque über die geplante neue Ausländerregelung informiert.
Im Gespräch mit wort.lu machte Kemp auch deutlich, dass die Ausländerbeschränkungen eingeführt worden seien, um eine zu hohe Professionalisierung zu verhindern. „Es sollte verhindert werden, dass die Vereinspräsidenten mit Taschen voller Geld nach Osteuropa fliegen und dort dann teure Spieler einkaufen“, erläuterte Kemp. „Sie sollten auch teilweise vor sich selbst geschützt werden.“
Der Vorsitzende des Basketballverbandes räumte gegenüber wort.lu ein, dass die FLBB erstaunt über die Begründung des Urteils des Verbandsgerichtes in der Affäre Milongo gewesen sei. Das Verbandsgericht hatte Armel Milongo vom AB Contern als EU-Ausländer eingestuft. Die Richter hatten ihre Entscheidung mit der Berufsfreiheit in der EU begründet. Die beiden Kriterien, die laut FLBB ein EU-Ausländer erfüllen muss, hatten die Richter dagegen nicht in Betracht gezogen. „Wir waren schon überrascht, dass die Richter in einem globalen Kontext entschieden haben“, so Kemp.
In der Luxemburger Basketballmeisterschaft sind zurzeit Spieler und Spielerinnen aus 63 Nationen aktiv. Der Ausländeranteil beträgt 23 Prozent. Die Mehrheit dieser Spieler muss sich allerdings in Zukunft um den Platz in ihren Teams keine Sorgen machen. Viele von ihnen fallen nämlich in die Kategorie der „homegrown players“.
Petingen
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3:0 |
Jeunesse
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RFCU Lëtzebuerg
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2:0 |
Düdelingen
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Fola
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1:2 |
Grevenmacher
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Rümelingen
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4:1 |
Kayl-Tetingen
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Hesperingen
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0:3 |
Differdingen
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Käerjéng
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3:0 |
RM Hamm Benfica
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Niederkorn
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5:2 |
Hostert
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