Die Volksrepublik China hat sich innerhalb weniger Jahre zum wichtigsten Automarkt der Welt entwickelt. Für manchen Hersteller ist das bevölkerungsreichste Land der Erde inzwischen sogar zum Hauptabsatzmarkt avanciert – so auch für Audi. Die Marke mit den vier Ringen wird in diesem Jahr mit voraussichtlich mehr als 300 000 Einheiten erstmals mehr Autos in China verkaufen als in Deutschland.
Für Audi Grund genug, eine dreiwöchige Tour durch das Reich der Mitte zu organisieren, um Journalisten aus aller Welt einen Einblick in den Wachstumsmarkt Nummer eins zu gewähren. Bei der sogenannten „Audi Q3 Trans China Tour 2011“ fährt seit Sonntag ein Tross von 20 Audi Q3 2.0 TFSI quattro durch das Riesenreich. Unter den rund 150 Pressevertretern, die in vier Wellen in jeweils vier Tagesetappen insgesamt rund 5 700 Kilometer zwischen Peking und Hong Kong zurücklegen, befinden sich auch zwei Luxemburger, und zwar RTL-Journalist Serge Pauly und der Verfasser dieser Zeilen.
Für die beiden Luxemburger und ihre Kollegen stand gestern die erste große Aufgabe auf dem Programm. Die erste Tagesetappe der „Audi Q3 Trans China Tour 2011“ führte von der Hauptstadt Peking nach Jinan, in die Hauptstadt der Provinz Shandong, die mit knapp 3,5 Millionen Einwohnern in China nur als mittelgroße Stadt gilt.
Dass im Reich der Mitte eben andere Maßstäbe gelten als sonstwo auf der Welt, wird einem auch sehr schnell bewusst, wenn man sich erst einmal ins Abenteuer Autofahren in China gestürzt hat. Obwohl es in der Mao-Republik eigentlich recht strikte Verkehrsregeln gibt und man an fast jeder Ecke auf Polizisten stößt, geht es auf den Straßen recht chaotisch zu.
So darf auf chinesischen Autobahnen zwar sowohl links als auch rechts überholt werden, doch auch der Pannenstreifen spielt beim Fortkommen auf den übrigens in Topzustand befindlichen Autobahnen eine wichtige Rolle. Wenn die Fahrspuren wegen langsamer Lastwagen oder Autos blockiert sind, wird in China ganz gerne mal über die Standspur überholt, und zwar selbst dann, wenn sich in Sichtweise ein Polizeifahrzeug befindet. Auch Fußgänger oder Radfahrer tummeln sich schon mal auf chinesischen Autobahnen mitten auf einer der Fahrbahnen, ohne dass das jemanden wirklich stören würde. Auch an das Dauer-Gehupe und ständige – meist völlig grundlose - Spurwechsel muss man sich erst einmal gewöhnen, wenn man in China selber Auto fahren will.
Dass die Teilnehmer an der „Audi Q3 Trans China Tour 2011“ damit keine größeren Probleme hatten, belegt die Tatsache, dass sämtliche Fahrzeuge nach rund 460 Kilometern ohne Zwischenfall und vor allem ohne einen einzigen Kratzer in Jinan eintrafen.
Heute geht es für die Fahrer der ersten Welle von Jinan nach Qingdao. Am Dienstag führt die Route dann von Qingdao nach Nanjing, ehe am Mittwoch die Schlussetappe der ersten Gruppe ansteht, und zwar von Nanjing nach Shanghai. Dort übernehmen dann die Fahrer der zweiten Welle die Fahrzeuge.