(jfc/mk) Fahren mit Alkohol im Blut ist verboten. Fahren ohne Alkoholtest auch. Zumindest in Frankreich, wo ab diesem Sonntag, dem 1. Juli jedes Fahrzeug, das dort unterwegs ist, einen funktionstüchtigen Alkoholtester an Bord haben muss. Ausgeschlossen sind nur Mopeds mit einem Hubraum unter 50 cm³.
Die neue Bestimmung soll dank dieser stets verfügbaren Selbstkontrolle dem Sicherheitsbewusstsein der Fahrer auf die Sprünge helfen.
Einen wesentlichen Haken gibt es dennoch: Die chemischen oder elektronischen Testapparate müssen die französische Norm NF erfüllen und nicht die europäische. Aber dies ist bei den handelsüblichen Geräten, die man u.a. beim ACL, an Tankstellen oder in verschiedenen Supermärkten findet, nur bedingt der Fall. Hier heißt es also aufpassen.
Die erforderten Alkoholtests mit NF-Siegel seien nur selten zu finden, erklärte M. Schmit vom ACL gegenüber Point24. Dies stelle ein echtes Problem dar, da die Lieferfristen oft sehr lang seien. Zurzeit sollen viele Bestände ausverkauft sein.
Bei den rund zwei Jahre wirksamen chemischen Tests darf zudem das Gültigkeitsdatum nicht überschritten sein. Sie kosten in der Regel zwischen 0,90 und 1,60 Euro. Das Fehlen des Tests an Bord wird aber erst ab dem 1. November mit einer Strafe geahndet. Ab dann sind 11 Euro fällig.