(vb) – Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn hat die Gewalt des Regimes in Libyen als "Völkermord" bezeichnet. "Wir können nicht zusehen, wie Zehntausende Menschen einfach abgeschlachtet werden", sagte Asselborn im Deutschlandfunk.
Für die Gewalt gegen Demonstranten fand der luxemburgische Außenminister Asselborn deutliche Worte. In dem am Mittwoch ausgestrahlten Radio-Interview sagte er: "Was in Libyen geschieht, ist meines Erachtens Völkermord höchster Potenz."
Die wirre TV-Rede des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi vom Dienstag kommentiert Asselborn wie folgt: "Ein Mann, der verstört ist, der krank ist, hat da geredet. Ein Mann, der aber auch sehr gefährlich ist." Gaddafi habe zum Bürgerkrieg aufgerufen.
Als besonderes Problem gilt, dass Libyen wohl ausländische Söldner anwirbt, um die Demonstrationen niederzuwerfen. Vielfach schießen die Söldnertruppen wahllos in die Menge. "Das ist sehr schlimm und ich glaube, das Wort Sanktionen gegen ein solches Phänomen ist ein schwaches Wort", sagte Asselborn gegenüber dem Moderator des Deutschlandfunks.
Konkret forderte der Luxemburger Außenminister ein Einschreiten der Vereinten Nationen. Die Welt könne nicht zuschauen, wie Menschen einfach abgeschlachtet werden. Asselborn: "Da muss Einhalt geboten werden mit den Mitteln, die nur die internationale Völkergemeinschaft, der UNO-Sicherheitsrat zur Verfügung hat."
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