Lëtzebuerg Veröffentlicht am 02.07.11 17:02

Archivartikel: Prinz Félix springt aus 4000 Metern Höhe

Fallschirmclub „Cercle Para Luxembourg“ weihte neuen Flieger ein.

Prinz Félix kurz nach seiner Landung: Es war sein erster Fallschirmsprung.
Foto: Hülya Atasoy

(hay) - Eine gehörige Portion Mut stellte am Samstag Prinz Félix unter Beweis. Abenteuerlustig wagte der 27-Jährige auf dem Flugplatz in Noertringen einen Tandem-Fallschirmsprung aus 4000 Metern Höhe. Der Anlass: Der Fallschirmclub „Cercle Para Luxembourg“ stellte am Nachmittag seinen neuen Flieger vom Typ GA8 TC-320 der Öffentlichkeit vor. Und weil Prinz Félix der Schirmherr des Vereins ist, taufte der Verein das rund 500.000 Euro teure Fluggerät auf den Namen „Prënz Félix“. Und dieses musste natürlich auch gleich entsprechend eingeweiht werden.

Zu der kleinen Feier waren auch Tourismusministerin Françoise Hetto-Gaasch sowie Sportminister Romain Schneider erschienen. Hetto-Gaasch zeigte sich in ihrer Rede am Anfang der Veranstaltung sehr erfreut über den neu angeschafften Flieger, stelle dieser schließlich eine Erweiterung des touristischen Angebots in Luxemburg dar. Gleichzeitig fördere er das Image des Landes, das dadurch dynamischer und moderner werde.

Sportminister Romain Schneider erwähnte in seiner Ansprache, dass der erste Fallschirmsprung in Luxemburg im Jahr 1929 stattfand. Ein Mann aus Esch hatte ihn gewagt. Und nun – 82 Jahre später – war es für Prinz Félix soweit.

"Besser als ich es jemals erwartet hätte"

Nachdem er seinen Fallschirmsprung-Anzug übergezogen hatte, erhielt er noch eine kurze Einweisung in den Sprungabaluf. „Ich bin wirklich aufgeregt. Das ist eine Erfahrung, die ich machen muss und machen will. Ich bin mir sicher, dass es toll wird“, sagte Prinz Félix. Und dann - gegen 16 Uhr - ging es los.

Nachdem die Maschine die richtige Flughöhe von rund 4000 Metern erreicht hatte, stürzten der Prinz und sein Tandemmaster im freien Fall in Richtung Erde. Ihre Geschwindigkeit betrug rund 220 Stundenkilometer, ehe sie den Fallschirm zogen. Gebremst auf etwa 20 km/h gleiteten sie dann sanft auf den Boden zurück.

Gefallen fand Prinz Félix an dem Sprung zweifellos. Nur wenige Sekunden nach der Landung sagte er voller Begeisterung gegenüber wort.lu: „Ich bin bereit für den nächsten Sprung. Wer geht mit? Das war super. Diese Erfahrung muss man einmal in seinem Leben gemacht haben. Es war ein super Gefühl - besser als ich es jemals erwartet hätte.“

Zur Info:

In der neuen Maschine, die übrigens vom Sport- und vom Tourismusministerium mitfinanziert wurde, finden bis zu acht Fallschirmspringer Platz. Damit könne laut Tom Kieffer, Ehrenpräsident vom Fallschirmclub, dem internationalen Standard bei Wettbewerben auch Rechnung getragen werden. Sprünge in 4er oder 8er-Teams seien nun möglich. „Dies bietet uns mehr Möglichkeiten sowohl in sportlicher als auch in touristischer Hinsicht, wo etwa Tandemsprünge immer gefragter sind.“

Beim Fallschirmclub „Cercle Para Luxembourg“ werden pro Saison (April bis Oktober) zwischen 2500 bis 3000 Sprünge gemacht, davon rund 200 Tandem-Sprünge. Im Schnitt absolvieren dort 25 bis 35 Schüler zeitgleich eine Fallschirmsprung-Ausbildung. Rund 60 Personen, die eine Lizenz besitzen, besuchen den Verein regelmäßig zum Fallschirmspringen.