Lifestyle Veröffentlicht am 08.01.12 13:44

45.000 Facebook-Zugänge entwendet

Besonders viele Accounts in Großbritannien und Frankreich betroffen.

Internetnutzer sollen regelmäßig ihre Passwörter ändern.
Foto: dpa/tmn

(hay) - Kürzlich ist ein Datensatz mit 45.000 Passwörtern und Zugängen für das soziale Netzwerk Facebook, welche mit Hilfe des Internetwurms "Ramnit" entwendet wurden, entdeckt worden. Laut eines Facebook-Sprechers handele es sich in der Mehrzahl um veraltete Passwörter. Die betroffenen Facebook-Nutzer wurden aufgefordert, ihre Zugangsdaten zu ändern.

"Ramnit" ist bereits vor zwei Jahren aufgetreten und macht sich jetzt in abgewandelter Form über die Facebook-Accounts her.

Besonders betroffen sind Zugänge aus Großbritannien und Frankreich. Der Ramnit-Wurm gilt als Schädling, der vor allem Zugangsdaten, etwa für Onlinebanking, abgreift, schreibt die Internetseite golem.de. Ramnit nutzt ausführbare Windows-Dateien, Office-Dokumente und URLs zur Verbreitung.

Links mit "vertrauenswürdiger Herkunft"

Die gestohlenen Facebook-Zugangsdaten könnten dazu genutzt werden, sich bei einem der erbeuteten Konten anzumelden und Links an die Freunde des Facebook-Kontakts zu senden. Diese würden die Herkunft als vertrauenswürdig einstufen, so dass sich der Wurm weiter verbreiten und schnell in den Besitz weiterer Facebook-Zugangsdaten gelangen könnte.

Nach Angaben von Facebook hat sich der Ramnit-Wurm bisher nicht in dem sozialen Netzwerk selbst verbreitet. Derzeit werde mit Partnern daran gearbeitet, dass Facebook-Nutzer sich besser vor derartigen Angriffen schützen können.

Schutz vor dem Ramnit-Wurm gibt es derzeit jedoch nicht. Es gelten demnach die bekannten Vorsichtsmaßnahmen. So soll man nicht auf Inhalte klicken, deren Ursprung ungewiss ist. Auch hilft es, seine Passwörter regelmäßig zu ändern und nicht aus Bequemlichkeit die gleichen Zugangscodes für mehrere Anwendungen zu nutzen.