Lëtzebuerg Veröffentlicht am 10.07.11 09:44

37 Bands, 10 Bühnen und jede Menge Spaß

Der Blues Express war auch dieses Jahr wieder ein Publikumsmagnet

Die letzte Ausgabe des Blues Express in Lasauvage und Fonds de Gras war wieder ein voller Erfolg.
Foto: Claude Piscitelli

Von Laura Kimmes

Am Samstagabend lud die Stadt Differdingen zur 8ten Auflage des Blues Express ein. Dank der milden Temperaturen zog es auch dieses Jahr wieder zahlreiche Besucher nach Lasauvage und Fonds de Gras zum eintägigen Festival. Geboten wurden an die 30 Konzerte auf jeweils 10 verschiedenen Bühnen. Zu den Headlinern zählten vor allem der amerikanische Jazz Gitarrist Larry Carlton, Popa Chubby, sowie der deutsche Thomas Blug und die Horny Funk Brothers feat. Hubert Tubbs.

Bereits die Anreise zum eintägigen Musikfestival war für so manch einer spektakulär: Da es weder in Lasauvage noch im Fonds de Gras ausreichend Parkplätze gibt, organisierte die Stadt Differdingen zahlreiche Zubringerdienste. So konnten die Besucher die Gelegenheit unter anderem nutzen, um mit dem Train 1900 nach Fonds de Gras zu fahren. Besonders die kleineren Gäste waren sichtlich angetan von der schweren Dampflokomotive.

Während Einige die Konzerte gemütlich bei einem kühlen Getränk von einer Terrasse aus verfolgten, zog es andere eher wie Nomaden von Bühne zu Bühne.

Weitere Buspendeldienste sorgten dafür, dass die Musikfans sich schnell von Fonds de Gras nach Lasauvage und umgekehrt begeben konnten.

Romain aus Düdelingen hatte sogar eine besonders ausgeklügelte Strategie, um ja nichts zu verpassen: „Ich komme jedes Jahr schon gen 17. Uhr, also bereits bevor die meisten Konzerte anfangen. Zunächst entscheide ich welche Konzerte mich ganz besonders interessieren und anschließend suche ich die Bühnen auf denen jene Konzerte stattfinden.

So bin ich sicher, dass ich keines dieser Konzerte verpasse, da ich genau weiß um wie viel Uhr ich mich zu welcher Bühne begeben muss.“

Für Groß und Klein

Aber nicht nur eingefleischte Jazzfans kamen beim Bluesexpress auf ihre Kosten: Das Festival war ein Ereignis für Groß und Klein. Während die kleineren Besucher eher auf dem Jahrmarkt in Lasauvage oder bei einer Fahrt mit der „Minnièresbunn“ strahlten, so genossen die älteren Gäste eher das Beisammensein mit Freunden sowie den lauen Sommerabend.

Neben den zahlreichen Konzerten konnten die Besucher auch noch drei verschiedene Kunstausstellungen sowie 2 Museen besuchen.

Für die kulinarische Verköstigung war natürlich auch Bestes gesorgt: Von Pizza, über Paella bis hin zur traditionellen Luxemburger Bratwurst gab es alles was dem Gaumen Freude bereitet.

Alles in allem war das Echo der Besucher überwiegend positiv. Catherine aus Beles zeigte sich begeistert: „Die pittoreske Festivalkulisse ist toll. Hier kann man die Geschichte wahrlich spüren. Auch die Tatsache, dass die verschiedenen Bühnen so in der Landschaft verstreut sind, finde ich klasse.“

Margot aus Rollingen teilte diese Ansicht: „Ich bin zum ersten Mal hier, aber es gefällt mir sehr gut.“

Einige wenige scherzten wiederum, dass sie ihren Abend größtenteils im Bus verbracht hätten, da sie sich nicht entscheiden konnten ob sie in Lasauvage oder im Fonds de Gras bleiben sollten, und so stets hin und her pendelten.

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