Von Joe Geimer
Fränk Schleck, Andy Schleck, Kim Kirchen, Laurent Didier und Ben Gastauer bilden aktuell das Luxemburger Erfolgsquintett im Profi-Radsport. Im Hinblick auf das kommende Jahr deuten sämtliche Indizien allerdings darauf hin, dass daraus ein Quartett wird.
Denn die weiterhin verzwickte Situation um Kirchen hat sich auch fast exakt sechs Monate nach dem lebensbedrohlichen Vorfall im Juni bei der Tour de Suisse immer noch nicht ganz aufgehellt. Der 32-Jährige war bekanntlich bei der Schweiz-Rundfahrt in seinem Hotelzimmer kollabiert und anschließend in ein künstliches Koma versetzt worden. Erst nach drei Wochen konnte er das Krankenhaus in Zürich verlassen und hat sich einen Defibrilator einsetzen lassen, der den Herzschlag unter Kontrolle halten soll.
Auf der Suche nach der Ursache für seinen Herzstillstand sind Ärzte und Doktoren auch nach einem halben Jahr intensiven Forschens immer noch nicht fündig geworden. „Die gesamte Situation ist alles andere als positiv. Es fühlt sich so an, als ob ich vor einer hohen, unüberwindbaren Mauer stehen würde. Es geht im Moment nicht richtig vorwärts. Ich merke, dass mich das Ganze belastet, z. B. schlafe ich wesentlich schlechter. Ich mache mir viele Gedanken und grüble sicherlich auch oft zuviel. Zum Glück verbringe ich viel Zeit mit den Kindern. Dann vergisst man seine Sorgen ganz schnell“, fasst Kirchen seine aktuelle psychische Verfassung zusammen.
Man merkt, dass es für den 32-jährigen Noch-Profi nicht ganz leicht ist, sich mit seiner aktuellen Situation abzufinden. „Es ist ein komisches Gefühl, nicht zu wissen, wie es weitergeht“, so sein Kommentar. Eigentlich wollte er im Dezember eine Entscheidung seine Zukunft betreffend fällen, doch noch tappt er im Dunkeln.
„Ich warte sozusagen auf Neuigkeiten des medizinischen Stabs, das mich betreut und getestet hat. Es gibt weiterhin keine definitiven Erkenntnisse. Es wird wohl noch einige Wochen dauern, wahrscheinlich werde ich in den ersten Wochen des kommenden Jahres mehr wissen. Ob ich meine Karriere fortsetzen kann? Momentan bin ich nicht besonders positiv gestimmt. Fest steht auf jeden Fall, dass ich 2011 anders angehen werde, als die vergangenen Jahre. Ich habe zuletzt nur leicht trainiert und die Chancen, dass ich 2011 Rennen absolvieren werde, respektiv als Profi aktiv sein werde, stehen schlecht. Wahrscheinlich wird dies nicht der Fall sein“, verriet Kirchen am Freitagmorgen.
„Alles hängt weiterhin von der Diagnose des Ärzteteams ab. Man hat allgemein eine Vermutung, was den Herzstillstand ausgelöst hat, doch ein paar Indizien sind nicht ausreichend“, ist sich der zweifache Familienvater sicher. Den Ernst der Lage kann er bestens einschätzen: „Ich wäre liebend gerne noch als Radprofi aktiv, doch ich werde kein unnötiges Risiko eingehen. Bleibt auch nur der geringste Zweifel, muss ich mein Leben in neue Bahnen lenken. Die Situation ist ernst. Das, was im Juni passiert ist, sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.“
Ab Sonntag ist Kirchen offiziell nicht mehr als Katusha-Profi angestellt. Eine Klausel im Vertrag besagt nämlich, dass ein Fahrer, der sechs Monate nicht für sein Team aktiv ist, automatisch nicht mehr der Mannschaft angehört. Morgen ist Kirchens halbes Jahr abgelaufen. „Dies ist zweitrangig. Der Kontakt zwischen mir und der Mannschaft ist abgebrochen, da wir in einigen Punkten unterschiedliche Auffassungen haben. Ich möchte aber nicht ins Detail gehen.“
Will Kirchen beispielsweise 2012 in den Radsport-Zirkus zurückkehren, benötigt er eine UCI-Lizenz. Mit dem eingesetzten Defibrilator dürfte dies schwierig werden. „Findet man die Ursache meines Leidens, könnte man diese eventuell beheben. Dann würde ich den Defibrilator auch nicht mehr benötigen und könnte somit weiter als Radprofi aktiv sein. Wie Sie sehen hat es keinen Wert zu spekulieren. Ich muss mich in Geduld üben. In den kommenden Tagen widme ich mich voll meiner Familie und möchte schöne Festtage mit ihr erleben“, so Kirchen.
Petingen
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3:0 |
Jeunesse
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RFCU Lëtzebuerg
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2:0 |
Düdelingen
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Fola
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1:2 |
Grevenmacher
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Rümelingen
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4:1 |
Kayl-Tetingen
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Hesperingen
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0:3 |
Differdingen
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Käerjéng
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3:0 |
RM Hamm Benfica
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Niederkorn
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5:2 |
Hostert
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