Sport Veröffentlicht am 31.01.12 07:14

0:6 Niederlage - FLF-Auswahl einfach nur desolat

Im Testspiel gegen den Schweizer Zweitligisten St. Gallen

Nur selten kamen die Luxemburger gefährlich vor das gegnerische Tor.
Foto: LW
Foto: Roger Petzsche

Von Joe Turmes aus Side (Türkei)

Die Luxemburger Nationalmannschaft hat im zweiten Spiel im Trainingslager in der Türkei ein Debakel hinnehmen müssen. Gegen den Schweizer Zweitligisten St. Gallensetzte es eine hohe 0:6-Niederlage. Nationaltrainer Luc Holtz nahm gegenüber der 0:3-Niederlage am vergangenen Freitag gegen RB Leipzig drei Änderungen vor. Da Mota rückte für Collette ins Team, Jans für Kettenmeyer und Joachim für Kitenge.

Die FLF-Auswahl fand gut in die Begegnung. Bereits nach wenigen Sekunden schoss Joachim übers Tor. In der 7.' tauchte der F91-Stürmer nach Vorlage von C. Leweck in aussichtsreicher Position vor dem gegnerischen Tor auf. Er wartete jedoch zu lange und wurde am Abschluss gestört. Auch Da Mota konnte im Nachsetzen keine Gefahr heraufbeschwören. Im Anschluss daran fand der Schweizer Zweitligist besser in die Begegnung.

Zunächst scheiterte Valente nach einem Aussetzer von Schnell an Joubert (10.'). Beim anschließenden Eckball konnte Etoundi den Luxemburger Schlussmann auch nicht überwinden. In der 14.' war der Führungstreffer der Elf von Trainer Jeff Saibene dann aber perfekt: Die Luxemburger Hintermannschaft war schlecht postiert und konnte den Pass in die Tiefe auf Scarione nicht verhindern. Dieser umdribbelte Joubert noch, ehe er zum 0:1 einschob. 2' später wäre der FLF-Auswahl um ein Haar der Ausgleich gelungen.

Aussetzer von Schnell

Vailati war allerdings bei einem gut getretenen Freistoß von Peters auf dem Posten. Im Gegenzug sollte St. Gallen bereits eine Vorentscheidung herbeiführen, als Etoundi nach einem Seitenwechsel von Mathys frei vor Joubert auftauchte und präzise ins lange Eck traf (17.'). Malget gab bei diesem Gegentreffer keine glückliche Figur ab. Nach diesem weiteren Schock war Luxemburg zu keiner konstruktiven Reaktion fähig. Fehlpass reihte sich an Fehlpass, und das Tempo war auch mehr als überschaubar. Zu Torchancen kam nur noch St. Gallen, wie beispielsweise in der 41.', als Mathys nach einem Freistoß von Martic neben das Tor köpfte. 4' später traf Valente die Querlatte.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die FLF-Auswahl erschreckend schwach. In der 48.' spazierte Sutter durch den Strafraum und bediente Abegglen, der zum 3:0 einschoss. In der 61.' unterlief Hoffmann ein Handspiel im eigenen Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Scarione zum 4:0. Und St. Gallen hatte nun richtig Spaß am Toreschießen gefunden. In der 68.' erhöhte Abegglen auf 5:0. Luxemburg war schlicht und einfach überfordert, der individuellen Klasse des Gegners etwas entgegenzusetzen.

Kein Spieler übernahm Verantwortung und stemmte sich energisch gegen das Debakel. Glück hatte man, als Lehmann in der 74.' am Aluminium scheiterte. In der 86.' fiel das 6:0 dann aber nach einem Kopfball von Sutter. 0:6 gegen einen Schweizer Zweitligisten: Nationaltrainer Luc Holtz wird sicherlich über Konsequenzen nachdenken.

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