Lehrerausbildung

Minister Meisch: Examensniveau unverändert

Bildungsminister Claude Meisch sieht vielfältige Ursachen für das schlechte Abschneiden der Kandidaten.
Guy Jallay, Guy Jallay, Guy Jallay

( jag ) -  Heulen und Zähneknirschen nach den zum Teil katastrophalen Leistungen der angehenden Grundschullehrer im Staatsexamen. Bildungsminister Claude Meisch will keine voreiligen Schlüsse ziehen, eine tiefgreifende Analyse sei notwendig. Klar ersichtlich sei aber jetzt schon, dass die Uni Luxemburg die besten Voraussetzungen biete, um das luxemburgische Erziehungssystem zu lehren. Zweite Feststellung: Die schwächsten Leistungen wurden ausgerechnet in Fächern wie Lehrplan, Didaktik oder Pädagogik abgeliefert, also den eigentlichen Kernkompetenzen des Lehrerberufs.

Schwierigkeitsgrad unverändert

Am Examen selbst wurde nichts verändert. Der Schwierigkeitsgrad blieb der gleiche wie in den Vorjahren. Es galten die gleichen Vorgaben. Mit einer Ausnahme: Die Kandidaten müssen die Antworten in der gleichen Sprache abliefern, in der die Frage gestellt wurde. Früher hatten sie hier die freie Wahl.

13e oder Première?

Eine Frage, die wohl beantwortet werden muss, ist die nach der schulischen Vergangenheit der Anwärter. Wie schneiden zum Beispiel ehemalige Schüler einer Treizième im Vergleich mit Première-Absolventen ab? Meisch gibt allerdings zu bedenken, dass es nicht die sprachlichen Leistungen waren, die den Ausschlag gaben, sondern die pädagogischen Fähigkeiten, die zu wünschen übrig ließen.

Keine verschärfte Selektion

Meisch weist alle Vorwürfe zurück, was eine gesteuerte Selektivität angeht. Der Staat habe kein Interesse am Misserfolg der Kandidaten. Man wolle solide ausgebildete, engagierte Personen. Dies könne nur gelingen, wenn der Staat im Gegenzug ein solides Arbeitsverhältnis anbietet. Probleme könne man aber nicht dadurch lösen, indem man die Latte zu niedrig legt, so Meisch. 

 

 

 

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