Forschung

Exzellent in der Parkinson-Forschung

Die Parkinson-Forscher bei der Arbeit
Foto: Bruno Santos, LCSB

(jm) - Nach Alzheimer ist Parkinson die am meisten verbreitete neurodegenerative Krankheit in Europa und Luxemburg, eine Krankheit, die aber noch relativ unerforscht ist. „Wir wissen sehr wenig von der Krankheit, die zudem erst sehr spät diagnostiziert wird“, sagte FNR-Generalsekretär Marc Schiltz bei einer Pressekonferenz, bei der der Startschuss zum Exzellenz-Zentrum fiel.

Beteiligt sind die Uni Luxemburg mit dem Zentrum für systemische Biomedizin (LCSB), die Biobank Luxemburg (IBBL), das Luxembourg Institute of Health (LIH) sowie das Centre hospitalier (CHL). Das Budget liegt bei 20 Millionen Euro, die zu zwei Drittel vom FNR und zu einem Drittel von den beteiligten Forschungsinstituten getragen werden. Der Zeitraum des Projekts zieht sich über acht Jahre, nach denen man sich erhofft, im Bereich der Parkinson-Erforschung Weltrang erreicht zu haben.

Nach Ansicht von internationalen Experten, denen das Exzellenz-Projekt zur Begutachtung vorgelegt wurde, handele es sich dabei um eine durchaus „realistische Vision“, so Schiltz. 

Hoffen auf die Langzeitstudie

In dem Projekt sollen Grundlagen- und angewandte Forschung Hand in Hand gehen; die Untersuchung des Krankheitsverlaufs eines Patienten, der Vergleich mit gesunden Probanden sind dabei genau so wichtig wie die Testreihen im Labor sowie die Auswertung großer Datenmengen, das so genannte Big Data.

Die Verantwortlichen des Forschungsprojekts würden es begrüßen, wenn so viele Parkinson-Patienten wie möglich an der geplanten klinischen Langzeitstudie zur Erforschung der Krankheit teilnehmen würden.

Für die Betroffenen selbst hält sich der Aufwand in Grenzen, die Forscher kommen den Patienten so weit wie möglich entgegen; zudem setzen sie auf die Zusammenarbeit mit den Neurologen und Fachärzten für Geriatrie.

Am Ende erhofft man sich neue Erkenntnisse über den Krankheitsverlauf sowie Methoden zur Früherkennung. Denn je früher die Krankheit erkannt wird, desto eher können die Betroffen behandelt werden, und desto besser wird ihre Lebensqualität.