Demonstration in Luxemburg

Ein Marsch für die Wissenschaft

Auf der ganzen Welt gehen am 22. April Millionen Menschen für die Wissenschaft auf die Straße.
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Von Sarah München

Den Klimawandel gibt es nicht. Das jedenfalls behauptet Donald Trump. Und der US-Präsident tut alles, um möglichst viele von seiner exklusiven Meinung zu überzeugen. Ende März unterzeichnete er beispielsweise einen neuen Erlass, der Teile der Umweltpolitik, für die sich sein Vorgänger Barack Obama eingesetzt hat, rückgängig machen soll.

Dieser äußerst teure Klimawandelbullshit muss aufhören.

Der Mann mit der eigenwilligen Frisur ist auf einem guten Weg, sein Ziel, das er schon 2014 in die Welt zwitscherte, zu erreichen: „Dieser äußerst teure Klimawandelbullshit muss aufhören“, schrieb er damals auf Twitter. Aufhören, das finden nun unzählige Menschen in der ganzen Welt, aufhören müssen vor allem Trumps gefährliche Kampagnen wie diese. Kampagnen, die wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse anzweifeln.

Um für die Wissenschaft einzutreten, treffen sich am Samstag, dem 22. März, Menschen auf der ganzen Welt. Auch in Luxemburg. Von 14 bis 16 Uhr gibt es an der Place Clairefontaine eine, und das betonen die Veranstalter, unpolitische Protestaktion.

Mehr als eine Million Menschen
an 400 Orten

Die Organisation „Womens March“ ist Ausrichter dieser Demonstration im Großherzogtum. International wird die Bewegung von der „European Geosciences Union“, der „European Association of Geochemistry“ und einer Reihe von amerikanischen wissenschaftlichen Gesellschaften unterstützt. Mehr als eine Million Menschen an etwa 400 Orten werden zeitgleich für die Wissenschaft auf die Straße gehen.

Wir wollen nicht nur Wissenschaftler und Forscher anziehen, sondern Menschen, die erkennen, dass die Wissenschaft in unserer Welt eine Kraft des Guten ist

In Luxemburg haben bislang etwa 140 Menschen ihr Interesse an diesem Marsch bekundet. Der Organisator erwartet aber noch einige Unterstützer mehr. Jeder, der möchte, kann am 22. April zur Place Clairefontaine kommen. „Wir wollen nicht nur Wissenschaftler und Forscher anziehen, sondern Menschen, die erkennen, dass die Wissenschaft in unserer Welt eine Kraft des Guten ist“, heißt es von Seiten von „Womens March“.

Die Wissenschaft beeinflusst unser tägliches Leben in einer Weise, die wir wahrscheinlich für selbstverständlich halten.

Nun ist Wissenschaft ein sehr komplexer, für viele Menschen unzugänglicher Bereich. Aber: „Die Wissenschaft beeinflusst unser tägliches Leben in einer Weise, die wir wahrscheinlich für selbstverständlich halten.“ Kochen, digitale Kommunikation, moderne Fortbewegungsmittel – die Organisation will darauf aufmerksam machen, dass diese alltäglichen Dinge ohne Wissenschaft nicht möglich wären.

Globale Probleme lösen

Die Wissenschaft könne helfen globale Probleme wie den Klimawandeln, Viruserkrankungen und Hunger zu bekämpfen. Wenn sie allerdings nicht ausreichend unterstützt werde, drohen diese Probleme immer größer zu werden, so die Befürchtung der Organisatoren des Marsches. „Deswegen müssen wir zusammen stehen und die Wissenschaften unterstützen“, heißt es in der Pressemitteilung des March for Science.

Und auch Luxemburg soll bei dieser internationalen Bewegung ein Zeichen setzen. Unter dem Hashtag #marchforsciencelux können Menschen ihre Meinung äußern und diese Bewegung unterstützen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter marchforscience.com und auf der Facebook-Seite von „Women's March Luxembourg“. Außerdem suchen die Veranstalter noch freiwillige Helfer. Interessenten sollen sich über Facebook melden.