Seit Einführung der Radargeräte

3750 Autofahrer tappen in die Falle

Die Autofahrer werden nur vor den fixen Radargeräten gewarnt.
Foto: Guy Jallay

(ml/kw) - Trotz zahlreichen Warnungen in den Medien vor der Einführung der Radargeräte flaut die Zahl der Autofahrer, die in die Falle tappen, nicht ab. 48 Stunden nach der offiziellen Inbetriebnahme der fixen Anlagen, sind 3 750 Verkehrsteilnehmer von den zehn fest installierten Blitzern erwischt worden. Dies bestätige Polizeisprecher Vic Reuter dem "Luxemburger Wort" gegenüber.

Demnach wurden im Schnitt jede Stunde 78 Autofahrer geblitzt. In 59 Fällen wird die Angelegenheit ein gerichtliches Nachspiel haben. Die meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden auf der Autobahn in Merl sowie auf der B7 in Schieren festgestellt. 

CSV sieht Klärungsbedarf

In einer parlamentarischen Anfrage wollen die beiden CSV-Abgeordneten Diane Adehm und Gilles Roth von Nachhaltigkeitsminister François Bausch erfahren, wie hoch die Bruttoeinnahmen sind, die durch die Radargeräte bisher in die Staatskasse geflossen sind. In seiner Antwort rechnet der Minister den beiden Abgeordneten vor, dass bei 2 300 Delikten in etwa zwischen 112 700 Euro und 333 500 Euro gesammelt wurden. Des Weiteren Fragen die beiden Abgeordneten ob er der Ansicht sei, dass die Radargeräte neu kalibriert, beziehungsweise die angewandte Toleranzquote überdacht werden müsste. François Bausch zeigt sich verwundert darüber, dass die beiden Oppositionspolitiker die Toleranzquote in Frage stellen. Immerhin seien die jeweiligen Höchstgeschwindigkeiten per Gesetz festgelegt worden.

Seit diesem Freitag sind nun auch die mobilen Geräte offiziell im Einsatz. In den vergangenen Tagen wurden noch einige Tests durchgeführt. Jede der sechs regionalen Polizeidienststellen verfügt über eine mobile Radaranlage.Die Geräte können direkt aus dem Kofferraum eines getarnten Wagens Fotos "schießen". Sie sind vorwiegend in weißen Kombis des französischen Automobilherstellers Citroën installiert. Geblitzt wird lediglich aus Fahrzeugen, die nicht fahren.

Keine Warnung vor mobilen Geräten

Im Vergleich zu den fixen Messgeräten gibt es zwei wesentliche Unterschiede. Zum einen blitzen die mobilen Radaranlagen nur in eine Richtung. Zum anderen werden die Autofahrer nicht vor ihnen gewarnt. Demnach könne sich kein Raser mehr sicher fühlen, betonte Nachhaltigkeitsminister François Bausch neulich in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage.

Ansonsten gelten bei den mobilen Geräten die gleiche Regeln wie bei den fest installierten Anlagen. Fahrer, die die vorgeschriebene Geschwindigkeit nur leicht überschreiten, müssen ein Bußgeld von 49 Euro zahlen, falls sie erwischt werden.  Wird die Geschwindigkeitsgrenze um mindestens 20 km/h überschritten, steht eine Geldstrafe von 145 Euro an.


Mehr Videos finden Sie in unserer Video-Rubrik



Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.