Politmonitor: CSV und LSAP verlieren an Wählergunst / Luc Frieden im Freifall

Grafik: TNS Ilres

(vb) – Das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierungskoalition schwindet. In der Wählergunst mussten CSV und LSAP erhebliche Einbußen hinnehmen, zeigt der aktuelle Politmonitor von "Luxemburger Wort" und RTL.

Mitte April hatte Premier Jean-Claude Juncker auf das erschütterte Vertrauen der Bevölkerung in die staatlichen Institutionen durch die Geheimdienst- und Bommeleeër-Affäre hingewiesen. Offenbar haben die Enthüllungen nicht zuletzt seiner eigenen Partei und dem kleineren Koalitionspartner geschadet.

DP gewinnt an Vertrauen

Laut dem aktuellen Politmonitor verliert die CSV innerhalb eines halben Jahres sechs Prozentpunkte des Wählervertrauens und landet nur noch auf 43 Prozent. Ähnlich ergeht es der LSAP, die ebenfalls sechs Prozentpunkte verliert und bei 31 Prozent landet.

Großer Gewinner ist die DP, die sich von 23 auf 28 Prozent steigern kann. Auch die Grünen gewinnen leicht und liegen bei 22 Prozent. Die Ergebnisse der Vertrauensfrage lassen sich jedoch nicht auf die Wahl in gut einem Jahr übertragen, weil bei ihr zwei Nennungen zulässig waren.

Grafik: TNS Ilres

Etienne Schneider und Xavier Bettel bauen Sympathiewerte aus

Die Partei, die das größte Vertrauen genießt, ist noch immer die CSV, die bei 32 Prozent liegt (- 2 Prozent). Aufgeholt hat die DP mit einem Plus von drei Prozent. Sie kommt auf 14 Prozent.

Im Gleichschritt dazu entwickeln sich die Sympathiewerte und die Einschätzungen der Kompetenzen von einzelnen Ministern. Premier Juncker (CSV) muss in beiden Kategorien Einbußen hinnehmen. Regelrecht eingebrochen sind die Werte für seinen Parteikollegen, Finanzminister Frieden. Der noch recht neue Wirtschaftsminister Etienne Schneider (LSAP) konnte seine Sympathie- und Kompetenzwerte weiter ausbauen. Unter den Parteipolitikern liegt Xavier Bettel (DP) in beiden Kategorien mit weitem Abstand vorne.

Im Auftrag von Luxemburger Wort und RTL hat das Meinungsforschungsinstitut TNS Ilres 1117 Bürger zu ihren politischen Einschätzungen befragt.

  • Lesen Sie einen ausführlichen Bericht zum Politmonitor in der Dienstagsausgabe im "Luxemburger Wort".

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