Kampagne gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln

Schluss mit der Verschwendung

Kampagne soll Verbraucher über einen vernünftigen Umgang mit Lebensmitteln aufklären

Jährlich landen pro Einwohner in Luxemburg über 140 Kilo an essbaren Lebensmitteln im Müll.
Photo: Pierre Matgé

(chr) - Lieber zu viel als zu wenig. Eine Mentalität, die viele Menschen besitzen. Vor allem, wenn es ums Essen geht. Oftmals werden Reste einfach weggeworfen. So landen hierzulande jährlich über 140 Kilogramm an essbaren Lebensmitteln pro Einwohner im Müll.

Mithilfe der neuen Sensibilisierungskampagne, die Agrar- und Verbraucherschutzminister Fernand Etgen gestern vorgestellt hat, soll diese Mentalität der Verbraucher geändert werden.

Die Jugend sensibilisieren

Die Kampagne konzentriert sich verstärkt auf Grundschüler und jüngere Lyzeumsschüler. „Sie sind unsere Zukunft. Wenn man ihnen das Problem erläutert und ihnen erklärt, wie sie die Lebensmittelverschwendung auf ein Minimum reduzieren können, werden sie es an die zukünftigen Generationen weitergeben“, erklärte Fernand Etgen.

Im Rahmen dessen wurde eine Ausstellung über Verschwendung in Auftrag gegeben. Über interaktive und informative Modelle und Spiele soll den Schülern der richtigen Umgang mit dem Essen beigebracht werden.

Die Ausstellung wird erstmals am Samstag auf der „Springbreak“ in der Luxexpo vorgestellt. Dieser Tag ist dem Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln gewidmet. Im Zuge dessen werden auch Workshops zum Kochen angeboten, bei denen die Teilnehmer vieles über die Verwertung von Resten lernen können.

Gemeinden können sich diese Wanderausstellung späterhin ausleihen und in Schulen vorstellen. Die Kommunen müssen jedoch dem nationalen Solidaritätspakt gegen die Lebensmittelverschwendung beigetreten sein. Zur Zeit seien dies nur wenige, doch Fernand Etgen ist zuversichtlich, dass nach und nach immer mehr Gemeinden diesem beitreten werden.

Des Weiteren wurde auch eine Charta gegen die Lebensmittelverschwendung zwischen Fernand Etgen und Pierre Trausch, Verantwortlicher der „Services pour la gestion de la cantine de la fonction publique“, unterschrieben.

In diesem Zusammenhang wurden goldene Regeln im Umgang mit Lebensmitteln aufgestellt. „Wenn jeder diesen Regeln folgen würde, wäre bereits ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan“, bekräftigte Fernand Etgen.

Goldene Regeln

  • intelligent einkaufen;
  • die Kühlketten der Lebensmittel nicht unterbrechen;
  • die Verfallsdaten richtig interpretieren;
  • den Kühlschrank sauber und geordnet halten;
  • die Esswaren auf eine logische Art und Weise in den Kühlschrank und die Schränke einräumen;
  • Kreativität bei der Verwertung der Essenseste spielen lassen.

Weitere Informationen zur Kampagne gibt es hier.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.