Kameras im Auto - der Staat sagt Nein

Dashcams sind in mehreren Ländern beliebt - in Luxemburg dagegen dürfen sie nicht benutzt werden.

(vb) – Sie sind klein, günstig und liefern bei einem Verkehrsunfall wichtige Beweise: Kameras auf dem Armaturenbrett – so genannte Dashcams – erfreuen sich in vielen Ländern großer Beliebtheit. In Luxemburg sind sie jedoch nicht erlaubt.

Die bekannten Hersteller liefern die Kameras zu Preisen von 50 bis 100 Euro. Die Dashcams – von englisch "dashboard cameras" – werden meist mit einem Saugnapf auf dem Armaturenbrett befestigt und filmen alles, was sich vor der Windschutzscheibe bewegt. Die Kameras starten, wenn das Auto zu fahren beginnt. Ist der Speicher voll, überschreibt die Kamera den Speicher von vorne, so dass immer die aktuellsten Stunden gespeichert sind. Der Clou: Bei einem Unfall sieht man in den Video-Aufzeichnungen sofort, wer im Recht war und wer den Zusammenstoß verursacht hat.

Genau aus diesem Grunde sind sie in einigen Ländern so weit verbreitet. In Russland beispielsweise, einem Land lascher Polizeipräsenz und oft korrupten Beamten, hat fast jedes Auto eine Dashcam. Durch einen Blick auf die Aufzeichnungen ist die Schuldfrage schnell geklärt und niemand wird zu Unrecht angeklagt.

In Luxemburg dürfen Dashcams nur in wenigen Ausnahmefällen benutzt werden. Darauf weist die nationale Datenschutzkommission hin. Der Grund: Die Kameras machen während der Fahrt zahlreiche Aufnahmen von Privatpersonen und den Nummernschildern von anderen Autos. Die gefilmten Personen und Autobesitzer wissen nichts von den Aufnahmen und können sich nicht dagegen wehren. Die Kommission präzisiert, dass die Kameras selbst nicht verboten sind – nur ihre Benutzung im öffentlichen Raum.

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