Freiheitsmarsch

"Wir sind der Abschaum der Gesellschaft"

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(str) - "Wir sind eine Gruppe von Asylbewerbern, "Sans papiers", Migranten und einfache Bürger, die die gleichen Ansichten teilen und für Freiheit kämpfen", sagt Amir, ein junger Mann aus der rund 60-köpfigen Gruppe, die zu einem Protestmarsch gegen die EU-Einwanderungs- und Asylpolitik von Straßburg nach Brüssel aufgebrochen sind.

"Wir fordern uns frei in der EU bewegen zu können und selber entscheiden zu dürfen, wo wir leben wollen, unbefristete Papiere und die Abschaffung der Grenzen und der Anit-Immigrationsgesetze", unterstreicht Amir. Überall sei man als Asylbewerber oder "Sans papiers" mit der gleichen Brutalität konfrontiert. "Niemand sieht uns als Menschen", fährt der Aktivist fort. "Wir sind der Abschaum der kapitalistischen Gesellschaft".

In Brüssel will die Gruppe am EU-Gipfel teilnehmen. "Es kann nicht sein, dass über die Asylbewerber entschieden wird, ohne dass diese zu Wort kommen", so Amir. "Man darf sie nicht einfach ignorieren. Wir als Flüchtlinge sind die ausgeschlossensten Menschen auf der Welt".

Die Polizei in Luxemburg habe jegliche Gespräche abgelehnt. Dabei habe man doch nur an dem Ministertreffen in Kirchberg teilnehmen wollen. Die Polizei habe davon aber nichts wissen wollen und brutal reagiert.