Betrüger unterwegs

Opfer werden immer häufiger "angetanzt"

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(mth) - Der im Ausland gängige so genannte "Antanztrick" von Taschendieben ist offenbar dabei, sich auch in Luxemburg breit zu machen. Dabei nähern sich ein oder mehrere Betrüger dem Opfer mit tänzelnden Bewegungen oder umarmen diese, mit dem Ziel, ihm Wertgegenstände aus den Taschen zu entwenden.

Am vergangenen Wochenende kam es zu mindestens zwei solcher Zwischenfälle in der Hauptstadt. In der Nacht zum Samstag wurde eine Person in der Rue de la Loge angetanzt, umarmt und nach einer Diskothek gefragt. Dem Täter gelang es, ein Mobiltelefon zu entwenden. Da das Opfer den Diebstahl jedoch zeitnah bemerkte und der Polizei eine Täterbeschreibung liefern konnte, wurde der Betrüger kurze Zeit später festgenommen. Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Verfahren wegen Diebstahls.

Auch in der Nacht zum Sonntag kam es in der Rue Philippe II zu einem ähnlichen Vorfall. Hier näherten sich mehrere Täter ihrem Opfer mit tänzelnden Bewegungen und versuchten, dessen Armbanduhr zu entwenden, was jedoch misslang.

Die Polizei stellte in den vergangenen Wochen eine Häufung solcher Zwischenfälle fest. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass es sich bei den Tätern um eine organisierte Gruppe handele, so eine Polizeisprecherin. Allgemein empfehle man aber Passanten, an belebten Orten keine Wertsachen in leicht zugänglichen Taschen mitzuführen und Antanzversuche zeitnah und mit einer Beschreibung der Verdächtigen der Polizei zu melden.