Kia Picanto

Ordentlich nachgewürzt

Die dritte Generation soll auch Männerherzen erobern

Der knapp 3,60 Meter „lange“ Picanto soll auch männliche Autofahrer überzeugen.
Foto: Kia

von Sully Prud'Homme

Das innovative, charakteristische Design mit der jetzt noch weiter ausgeprägten Tigernase als Kühlergrill in der Frontpartie steht als Markensymbol, soll Lebensfreude ausdrücken und bietet zugleich eine optische Einheit mit den eckiger gestalteten Scheinwerfern.

Die Sportausführung GT-Line zielt mit Sport-Stoßfängern, Farbakzenten am Kühlergrill, seitlichen Lufteinlässen, Seitenschwellern, Doppelrohr-Auspuff mit verchromten Endrohren und einer Heckschürze besonders auf die testosterongesteuerte Kundschaft, während Kundinnen aller Altersklassen eher von den kraftvollen Karosserielinien und dem funktionell verspielten, hochwertigen Interieur beeindruckt werden sollen.

Ein grundlegend neu gestaltetes Armaturenbrett weist gleich eine Reihe markanter Elemente auf wie zum Beispiel eine breite Zierleiste in satiniertem Chrom und das Sieben-Zoll-Touchscreen des Navigationssystems im oberen Teil der Mittelkonsole. Individualisierungsmöglichkeiten mit verschiedenen Farbvarianten der optional gewählten Lederausstattung und ein verbessertes Raumangebot lassen den Picanto im Innenraum recht sympathisch erscheinen.

In Sachen Infotainment auf dem neuesten Stand

Eine in Längsrichtung verschiebbare Mittelarmlehne mit Verstaufach, zahlreiche andere Ablagemöglichkeiten für die täglich wichtigen Dinge des Lebens sowie ein großflächiger Design-Make-up-Spiegel mit hellen LED-Strahlern und einem zusätzlichen Lichtband für die ideale Beleuchtung an der Fahrer(in)-Sonnenblende sorgen für Beifall von beiden Geschlechtern genau so wie die Bilder der je nach Ausstattungsniveau serienmäßigen Rückfahrkamera mit dynamischen Hilfslinien auf dem Navigationsbildschirm.

Der Innenraum ist im Übrigen durch eine Reihe von Veränderungen jetzt noch besser gegen Vibrationen und Geräusche isoliert worden. Beim Thema Infotainment und Konnektivität braucht der Picanto sich nicht zu verstecken, bietet er doch den neuesten Stand weit über dem Klassenniveau: Smartphone-Schnittstellen Android Auto und Apple CarPlay, induktive Smartphone-Ladefläche, optionales Navigationssystem und Kia Connected Services Multimediadienst.

Das Cockpit präsentiert sich modern und aufgeräumt.
Foto: Kia

Für verbessertes Fahrverhalten sorgt eine technologische Neuheit als zusätzliche Funktion des elektronischen Stabilitätsprogramms: Das „Torque Vectoring by Braking“ führt durch Entgegenwirken des Untersteuerns in Kurven zu mehr Sicherheit und zu stabilerem Handling.

Neben dem neuen 1,0-Liter-T-GDI-Benziner, der voraussichtlich erst im Herbst erhältlich sein wird, wurden vom Vorgängermodell zwei Saugmotoren mit 1,0 und 1,2 Liter Hubraum übernommen und umfassend überarbeitet. Alle drei Motoren sind serienmäßig mit einem manuellen Fünf-Gang-Getriebe ausgestattet. Das genannte 1,0-Liter-T-GDi-Triebwerk ist eine moderne Dreizylinder-Maschine, die mit 74 kW (100 PS) Leistung den kräftigsten Antrieb liefert. 172 Nm maximales Drehmoment mit sofortiger Beschleunigungskraft werden erreicht durch Einsatz eines Single-Scroll-Turboladers und einer Kraftstoffhochdruckpumpe mit hochpräziser Direkteinspritzung.

Der neue Picanto wird ab sofort in den Ausstattungslinien „Lounge“, „Easy“, „Fusion“ und „GT-Line“ angeboten. Wie auch bei seinen anderen Modellen gewährt Kia auch bei seinem neuen Kleinwagen eine Garantie von sieben Jahren oder 150 000 Kilometer Laufleistung.

Technische Daten

Motor: Drei- und Vierzylinder-Benziner; Leistung: 49 kW (67 PS) bis 74 kW (100 PS); Max. Drehmoment: 96 bis 172 Nm; Kraftübertragung: Fünf-Gang-Schaltgetriebe oder Vier-Gang-Automatik, Frontantrieb; L x B x H: 3 595 x 1 595 x 1 485 Millimeter; Leergewicht: 935 bis 1 058 Kilogramm*; Kofferraumvolumen: 255 bis 1 010 Liter; 0-100 km/h: 12,0 bis 14,3 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 161 bis 173 km/h; ECE-Verbrauch: 4,2 bis 5,4 Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 97 bis 124 g/km; Preis: ab 10 482 Euro.

* Daten für 1.0 T-GDI fehlen noch