Fernsehsender gleichen Lautstärke an

„Lautstärkesprünge“ beim Umschalten zwischen den Sendern sollen deutlich verringert werden.
Foto: Serge Waldbillig

(dpa). - RTL schrill, ZDF leise? Damit soll bald Schluss sein. Mit dem Start der Internationalen Funk-Ausstellung (IFA) an diesem Freitag wollen die öffentlich-rechtlichen TV-Anbieter und ihre privaten Konkurrenten ihre Programme mit einheitlicher Lautstärke ausstrahlen, wie die ARD-Geschäftsführung am Montag mitteilte.

„Lautstärkesprünge“ beim Umschalten zwischen den Sendern sowie zwischen den Programmbeiträgen innerhalb eines Senders sollen deutlich verringert werden, hieß es. Dies gelte grundsätzlich für alle Programmbeiträge, also auch für Werbung und Trailer.

Auf bestimmte Einschränkungen muss sich der Zuschauer dennoch einstellen: „Die bewusst dramaturgisch eingesetzte Klangdynamik innerhalb eines Sendebeitrags oder eines Werbespots bleibt als elementares Gestaltungsmerkmal davon allerdings unberührt“, hieß es in der Mitteilung. „Einzelne Momente oder Passagen unterschiedlicher Lautstärke wird es auch weiterhin geben.“

Spitzenpegelmessung wird abgelöst

Die Grundlage für den gemeinsamen Beschluss bietet eine neue internationale Empfehlung der EBU (European Broadcasting Union) zur „Lautheitsmessung und -Aussteuerung“.

Die neue Generation von Messgeräten ermöglicht laut ARD nun „die Aussteuerung nach „Lautheit“ und löst damit die bisher bekannte Spitzenpegelmessung ab“. Dadurch könne der Sendebeitrag so produziert werden, dass die Lautstärke am Sendeausgang einen definierten Wert aufweise.