„Hannah Arendt“ begeistert in Toronto

Barbara Sukowa (l) und Margarethe von Trotta zeigen „Hannah Arendt“ in Toronto.
Foto: Warren Toda

(dpa/dco) - Die Rezension der Nachrichtenagentur dpa überschlägt sich vor Begeisterung – ebenso wie das Publikum beim Filmfestival in Toronto (TIFF): „Hannah Arendt“, eine Koproduktion der Luxemburger Minotaurus-Film, hatte am Dienstagabend in Kanada Weltpremiere und wurde mit „minutenlangen Ovationen“ gefeiert.

Regisseurin Margarethe von Trotta, bereits zum sechsten Mal beim TIFF dabei, war sichtlich gerührt von der Reaktion des Publikums. „Es war mein schwierigster Film und einer meiner wichtigsten“, gestand die Regisseurin, bevor sie sich bei ihrer „Schwester“, Freundin, meiner allerliebsten Schauspielerin Barbara Sukowa bedankte. „Ohne sie wäre ,Hannah Arendt' nicht zustande gekommen, sagte von Trotta. „Von Trottas Drama ist großes Kino: echt, bewegend und voller Bewunderung für eine Frau, die ihren Weg ging und fest an die eigenen Werte glaubte“, so die Rezension der dpa.

Der Film um die Philosophin und Journalistin wurde zu großen Teilen in Studiobauten in Niederkerschen gedreht. Er lehnt sich an die historischen Ereignisse und die Geschichte der deutsch-jüdischen Intellektuellen Hannah Arendt an und lässt die vier Jahre, in denen sie als Journalistin den Prozess um den NS-Verbrecher Adolf Eichmann in Jerusalem verfolgt hat, Revue passieren.