Ein Kopist und Kalligrafie-Künstler in Useldingen

Michel Redal - die Kunst des Schreibens.
Foto: Marc Thill

(mt) - Von Beruf aus jongliert er mit Zahlen, er ist Finanzanalyst, doch seine Freizeit widmet er ganz der Schrift. Der Franzose Michel Redal ist Schreiber und Kopist und zudem Kalligrafie-Künstler. Wir trafen ihn auf dem Mittelalterfest in Useldingen, wo er uns in die Geheimnisse der mittelalterlichen Kalligrafie einführte:

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Seine flinke Hand führt sicher seine selbstgemachte Schreibfeder über das Papier. Die Kalligrafie entdeckte Michel Redal vor 30 Jahren. Inzwischen ist er ein echter "Troubadour der Schrift", reist zu Mittelalterfesten quer durch Europa, zu Bücher- und Literaturfestivals, und sogar bis nach Kuba oder Kamerun, um seine Kunst vorzuführen.

"... eine lange Meditation"

Jahre braucht er, um Manuskripte abzuschreiben und zu verzieren, so wie es einst die Benediktinermönche taten. "Es ist eine Reise in die Vergangenheit, aber auch eine lange Meditation", beschreibt Michel Redal seine Eindrücke beim Abschreiben der alten Texte: Das Rolandlied, die Apokalypse, die Regel des Heiligen Benedikt und Nostradamus, all das hat er schon zu Papier gebracht.

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Und er hat auch schon für so manchen Promi geschrieben, auch für Großherzogin Maria Teresa.

Tinte - sie verewigt das Geschriebene.
Foto: Marc Thill

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