Einbruch nach Abhör-Behauptungen

Nur noch 37 Prozent der US-Bürger für Trumps Politik

US-Präsident Donald Trump verlässt die Air Force One auf dem Rückweg von seinem Wochenend-Domizil Mar-a-Lago in Florida.
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(dpa) - US-Präsident Donald Trump stößt mit seiner Politik bei einer wachsenden Mehrheit seiner Landsleute auf Ablehnung. In einer Umfrage des Gallup-Instituts bewerteten nur noch 37 Prozent der Befragten Trumps Amtsführung als positiv.

Dagegen missbilligten 58 Prozent seine politische Arbeit. Andere US-Präsidenten hatten zwar im Verlauf ihrer Amtszeit noch niedrigere Werte, aber noch nie erreichte ein Amtsinhaber so früh ein solches Tief. Die Gallup-Erhebung zeigt einen scharfen Einbruch der Zahlen nach Trumps unbewiesenen Abhörvorwürfen an die Adresse seines Vorgängers Barack Obama.

Führender Republikaner auf Distanz zu Trump

Vor einer mit Spannung erwarteten Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss des US-Abgeordnetenhauses geht ein führender Republikaner auf Distanz zu Präsident Donald Trump. Hintergrund sind unbewiesene Behauptungen von Trump, dass sein Vorgänger Barack Obama ihn im Trump-Tower in New York abhören ließ. „Ich glaube nicht, dass der Trump Tower tatsächlich abgehört wurde“, sagte der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, Devin Nunes, dem Sender Fox News (Sonntag). „Wir haben keine Beweise, dass es stattgefunden hat“, sagte Nunes unter Berufung auf am Freitag vorgelegte Dokumente aus dem Justizministerium.

Der führende demokratische Abgeordnete im Ausschuss, Adam Schiff, sagte laut „Washington Post“: „Wir sind der Sache auf den Grund gegangen: Auf dem Grund gibt es nichts.“ Er erwarte, dass auch der Chef der Bundespolizei FBI, James Comey, dies bestätigen werde, sagte Schiff dem Sender NBC.

Kontakte mit Russland?

Nach einer zweiwöchigen Kontroverse um die unbewiesenen Abhörvorwürfe soll sich Comey am Montag erstmals öffentlich im Ausschuss zu Trumps Behauptungen äußern. Auch der Chef des Geheimdienstes NSA, Mike Rogers, soll dort aussagen.

Generell geht es in der Anhörung um die Moskau zur Last gelegten Versuche, sich in den US-Wahlkampf einzumischen. Damit im Zusammenhang stehen Vorwürfe, nach denen Trump-Mitarbeiter im Wahlkampf Kontakte zu russischen Offiziellen hatten.